Schnecke23
Eigenzeit
Schnecke 23
Nicht im Raum, sondern in der Zeit.
Auf grober neuer Baumwollleinwand, einst Segeltuch, trägt das Werk die Erinnerung an Wind, Salz und weite Wege. Ein Material aus der Zeit vor Kunststoff, rau, ehrlich, widerständig. Schicht für Schicht in Pentrapredado gearbeitet legt sich darüber, wie Spuren, die bleiben dürfen.
Farben verdichten sich, lösen sich wieder, gleiten ineinander wie langsame Gedanken. Florale Fragmente tauchen auf und verschwinden, Gold blitzt auf wie Licht auf Wasser. Alles scheint in Bewegung, und doch wirkt es ruhig, gesammelt, fast meditativ.
Schnecke 23 erzählt von Entschleunigung.
Von Geduld.
Von der Schönheit, die entsteht, wenn Zeit nicht gedrängt wird.